Verlust und andere Herausforderungen des Lebens

Balance zwischen Leben und Tod

DER TOD IST EIN TEIL VOM LEBEN

Eines der wohl schlimmsten Ereignisse, die uns in unserem Leben widerfahren, ist der Verlust. Sei es der Verlust eines geliebten Menschen oder auch der Verlust materieller Dinge, die uns alles bedeutet haben – unser Heim, all unser Geld – und auch der Verlust in Form des Verlassen werden. Fast immer ist Verlust mit Schmerz und Leid verbunden. Er ist ein Teil unseres Lebens und das negative Pendant zur Fülle.

Doch alles im Leben hält sie die Waage. Viele Menschen erleben erst durch den schmerzhaften Verlust, spirituelles Erwachen. Sie befinden sich urplötzlich im Hier und Jetzt und entwickeln ein glasklares Bewusstsein für sich und ihre Umwelt. Ein Bewusstsein, das du übrigens nicht erlangst, indem du dich ausschließlich in deiner Comfort Zone aufhältst.

“Das Leben wurde dazu geschaffen, damit du dich weiter entwickelst.”

 

HERAUSFORDERUNG: LEBEN

Das Leben wird dich immer und immer wieder herausfordern. Es wird immer wieder diese kleinen fiesen Dinge geben, die alles sabotieren, was du tust. Es sind die Herausforderungen, an denen du wächst. Das Leben wurde dazu geschaffen, damit du lernen kannst. Alles wächst aus Erfahrungen heraus. Deine Vergangenheit sind die Schuhe, die du auf deinem Lebensweg trägst. Sie schützen dich vor spitzen steinen, auf die du einst getreten bist, sie schützen deine Füße vor Pfützen, in die du unbedarft gelaufen bist und sie schonen deinen Fuß vor jeder Entfernung, die noch vor dir liegt. Sie passen sich mit jedem Schritt neu an und lernen aus unbekanntem Terrain, dass sie betreten.

Lebensweg
Für jede Situation gibt es den passenden Schuh – Für jede Herausforderung im Leben, gibt es einen Weg.

Und bevor wir hier Werbung für Trekkingschuhe schalten, widmen wir uns lieber wieder unserem Lebensweg. Denn auch das ist für das Leben typisch: Es wird immer und überall versuchen, dich zu sabotieren. Es wurde dazu gemacht, dir die Unannehmlichkeiten der Welt zu zeigen, damit du sie nach und nach verstehst, aus ihnen lernst und dich mehr und mehr den angenehmen Dingen des Lebens widmen kannst – irgendwann in deiner Fülle zu leben.

In dem Augenblick, in dem uns etwas unglückliches passiert, wir aus unserer Comfort Zone herausgerissen werden oder uns Leid widerfährt, empfinden wir es, als wolle uns das Leben böswillig etwas wegnehmen. In Wahrheit jedoch, und das ist etwas das auf unterbewusster, tiefer Ebene geschieht, dessen wir uns oftmals gar nicht oder erst viel später bewusst werden, gibt uns das Leben im Gegenzug etwas sehr, sehr wertvolles dafür. Was das ist, erkennen wir erst später. Anders bei Menschen, die sich sehr im Hier und Jetzt befinden, viel im Bewusstsein sind. Sie sind auf solche Situation sensibilisiert und schnell in der Lage zu erkennen.

 

EIN LEBEN DER FÜLLE

Lassen wir den Verlust für einen Moment beiseite und widmen uns dem positiven Pendant dazu: Der Fülle. Eckhart Tolle lehrt uns, dass es genau zwei Dimensionen von Erfüllung gibt:

  1. Das Handeln
  2. Das Sein

Zwischen diesen beiden Komponenten gilt es, die richtige Balance zu finden, damit man beispielsweise nicht immer dem Handeln verfällt und sich auch im Sein wiederfinden kann. Und wenn wir von Handeln sprechen, so Eckhart Tolle, ist hier nicht zwingend nur körperliche Aktivität gemeint. Hier ist zum Beispiel auch das Denken an sich gemeint; um einen Schritt weiter zu gehen, nennen wir es einfach mal nachdenken – tiefere Gedanken haben. Auch das spiegelt eine sogenannte Handlung wieder. Handeln und Sein spielen sich hauptsächlich in deinem Bewusstsein ab.

 

DIE BALANCE VON HANDELN UND SEIN

Es ist also wichtig, sich beider Formen bewusst zu werden und ihnen gleich viel Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn wir uns nicht mehr nur von Handlungen bestimmen lassen, sondern einen Weg in unser Bewusstsein finden, um dem Sein an sich den Stellenwert zuzuschreiben, den es verdient, würden wir eine Balance für uns und unser Leben schaffen, indem wir Zugang zu Fülle und Glück finden können. Das Handeln dominiert oft unsere Existenz.

Waage halten
Die Balance ist für das Handeln und Sein wichtig – Nicht weniger, als für Körper und Geist.

Hast du dich mit der Balance zwischen Handeln und Sein bereits beschäftigt? Konntest du deinen Mittelpunkt finden? Wie hast du das geschafft? Teile gerne mit uns deine Gedanken und Erfahrungen.

Wenn du gerne mehr über die Lehren Eckhart Tolles erfahren und dein Leben im Hier und Jetzt starten möchtest, dann schau dir unbedingt den Kurs „Bleibe im Jetzt“ an.

Danke für deine Zeit und den gemeinsamen Kurztrip zu den Herausforderungen des Lebens.

Dein PSI Online Team.

6 Comments

  1. Gedankengut - Psi Online

    […] “Handeln” beschäftigt sind. Diese These teilt Louise Hay übrigens auch mit Eckhart Tolle, der die zwei Dimensionen der Erfüllung in Sein und Handeln […]

  2. Avatar
    Anne Woort

    Danke für diese wunderbaren Worte. So viel Wahres zu lesen, das tut mir so gut. Ich habe auch durch schmerzhafe Verluste und durch“falsches“ kindliches Denken und Schlußvollgern viel für mein Leben gelernt. Eine unangenehme Schule. Aber immer klarer stellt sich mir heraus,.welche wunderschönen Schätze mir dadurch zuteil wurden.
    Anne

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    Alexandra

    Seit nunmehr einem Jahr beschäftigt mich das Thema sehr intensiv. Gefühlt erlebe ich seither andauernd Verluste. Und ja, es fühlt sich oft an, als wolle das Leben mich bestrafen. Doch letztlich gibt es da eine tiefe Weisheit in mir, die spürt, dass es genau das Gegenteil ist: Das Leben leitet mich, führt mich in die richtige Richtung, beschenkt mich also. Doch es braucht viel Ausdauer,Verständnis und Erkenntnis immer wieder zu vertrauen und sich vom Leben führen zu lassen. Denn wohin das weiß ich leider bis heute nicht. Da herrscht noch große Unklarheit in mir.
    Mir persönlich fällt es oft schwer einfach nur zu sein…
    DANKE deshalb für die wertvollen Zeilen. Ich übe weiterhin die Balance zwischen Handeln und Sein. Den Kurs „Bleibe im Jetzt“ schaue ich mir gleich mal an. Er ist bestimmt sehr hilfreich.

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    Monika

    Handel ud Sein …
    Soweit auseinander wie meine Hände und doch so nah, wenn ich sie zusammenbringe … Ich habe im letzten Monat vieles liebgewonnenes loslassen müssen. Erst meine liebe Begleiterin, mein Hund Taila, nur vier Tage später der Hund meiner Freundin, Jeremy. Und noch nicht genug, eine Woche kam die Nachricht, wir müssen aus unserem Häuschen raus, es wird abgebrochen …
    In der einen Hand liegt die Trauer, der Schmerz, das Abschiednehmen und in der anderen ist alles ok, harmonisch, „man“ weiss einfach: es ist wie es ist …
    Handeln war angesagt, als es unseren Hundis immer schlechter ging, Tierarzt, Tod, organisieren …
    Sein war angesagt, als alles getan war, den Tränen freien Lauf zu lassen, den Schmerz zu durchleben, ebenso das Loslassen des Hauses, schön war immer nach einer Welle die nach unten ging, kam eine die nach oben ging und Dankbarkeit, Liebe, Respekt und Achtung kam für das Gelebte …
    Und jetzt ? Jetzt lasse ich mich immer mehr vom Jetzt treiben, vertraue meiner höheren Intelligenz und bin dankbar, dass ich hier ein paar Zeile lassen darf …
    Ich wünsche Euch und mir, dass wir jeden Tag ein grosses Stück mehr im Sein im Vertrauen im Jetzt weilen können …

    Alles Liebe Monika

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    Stefan Gertsch

    Handeln und Sein
    Ich bin der Meinung, dass das Gefühl, Absicht und Dankbearkeit eine entscheidende Rolle dabei spielen – ob ich in meinem Handeln und Sein letztendlich auch erfolgreich sein werde.
    Eine klare, einfache, und messbare Absicht/Ziel welches außerhalb meiner Komfort-Zone liegt, denn ich will etwas neues lernen und erreichen. Damit kann ich mein Handeln lenken.
    Das Gefühl, schon angekommen zu sein im SEIN spüren und leben.
    Dankbarkeit, dass es so kommt, wie es kommen soll – zum Wohle Aller.
    Liebe Grüsse, Stefan

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    Margot

    Ich bin so dankbar, liebes heldenhaftes PSI Team, dass ich bei Euch durch das Lesen vieler Artikel bestätigt finde, dass die Auflösung meines Traumas so sein konnte. Auch mein Leben stand danach auf dem Kopf. Es hat fast drei Jahre gedauert, denn es war nur ein schrittweises Verstehen möglich. Ich verstehe das Wechselspiel des Lebens, dabei hilft es mir, auf neue Art zu handeln. Ich bin dankbar für mein neues „Sein“. Danke E. Tolle

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