Unglück ist, was du daraus machst

Burnout

AUF EIN WORT

Eckhart Tolle, ein fantastischer Redner und ein maßlos genialer Geist in unserer heutigen Zeit. Seine Lehren über das Bewusstsein, über das Leben im Hier und Jetzt und über die richtigen Fragen, die man sich im Leben stellen sollte, füllen nach wie vor die Säle zahlreicher Veranstaltungen.

Bestseller-Autor Eckhart Tolle
Schaffte seinen Durchbruch als Autor, Speaker und Weisheitslehrer mit seinem Erstlingswerk 1997

Er wirkt fast niedlich, kichert immer wieder in sich hinein und entlockt dem Publikum mit seinem trockenen Humor ein Lachen. Dabei verliert er niemals den Bezug zu seinen Lehren und Erfahrungen, die er weiterzugeben weiß.

Ein Thema, mit dem er sich, neben anderen Rednern wie zum Beispiel Louise Hay oder auch Joe Dispenza, ausgiebig beschäftigt, ist das Unglück. Im weiteren Sinne gesprochen, das unglücklich sein. Hierbei betont er immer wieder, dass es zwei essenzielle Fragen gibt, die man sich stellen sollte:

  1. Bin ich unglücklich aufgrund der Situation, oder
  2. Bin ich unglücklich aufgrund dessen, was mein Kopf aus dieser Situation macht?

Die eigene Psyche, die eigenen Gedanken sollte man hierbei nicht unterschätzen. Ohne an die Vergangenheit zu denken. Ohne daran zu denken, was mich jetzt vielleicht beeinflussen könnte. Ich vergesse für einen Moment mein komplettes vergangenes Leben und stelle mir die Frage “Warum bin ich unglücklich? Was macht mich gerade unglücklich?”.

“Unglücklich zu sein, hängt von zweierlei Dingen ab: VON DeinEM Umfeld ODER VON deinEM Mindset.”

 

COMFORT ZONE

Leid hängt zum Großteil von deiner eigenen Psyche ab. Die Psyche spielt eine enorme Rolle dabei. Denn oftmals beeinflusst uns unsere Vergangenheit und Ereignisse. Wir lassen also zu, dass unser Kopf, oder ein Gedanke, eine Situation spinnt, wie sie so vielleicht gar nicht im Hier und Jetzt der Fall ist. Wir schaffen kein Bewusstsein für die aktuelle Situation und sind daher oft nicht in der Lage, den Ursprung unseres Unglücks zu begreifen. Und wenn wir den Kern nicht erkennen, uns der tatsächlichen Ursache des Problems nicht bewusst werden, dann ist nicht möglich, etwas dagegen zu tun. Zumeist entschwinden wir dann in unsere Comfort Zone, die frei von jeder Problematik, von jedem Leid ist.

 

WAS MACHT MICH UNGLÜCKLICH?

Lasst mich dazu gerne ein ganz persönliches Beispiel nennen. Ein Beispiel, das vielleicht sogar viele von euch nachvollziehen können. Etwas, das heute nahezu allgegenwärtig ist. Denn viele von euch, so wie ich es auch war, sind vielleicht völlig unglücklich in oder sogar mit ihrem Job – Das ist ein großer Unterschied. Denn du kannst deinen Job an sich mögen, bist aber trotzdem tagtäglich unglücklich zur Arbeit zu gehen. Oder du magst das, was du tust tatsächlich nicht.

Ich habe vor vielen Jahren darüber nachgedacht, warum ich so unglücklich bin. Warum stresst mich mein Job so sehr, dass es mir nicht nur psychisch, sondern auch physisch immer schlechter geht? Ich habe immer meinem Job die Schuld gegeben. “Es ist der Job, der macht mich fertig.” Das hat mir mein Kopf immer und immer wieder gesagt, bis ich es immer und immer wieder laut ausgesprochen habe. Somit war der Grund gefunden und das Problem bestimmt. Es war allerdings der einfachere Weg, pauschal dem Job die Schuld zu geben. Ich habe mich nie gefragt, ob es tatsächlich meine Arbeit ist, die mich belastet oder ob mein Kopf eine Situation entstehen lässt, die wunderbar passt, um an allem Schuld zu ist.

Burnout
Die menschliche Psyche hat großen Einfluss auf unsere Wahrnehmung für versch. Situationen.

Waren es vielleicht Kollegen, die mich gestört haben? Ihr Umgangston? War es mein Vorgesetzter, der jeden Bezug zur Menschlichkeit verloren zu haben schien? Vielleicht aber auch einfach nur die Arbeitszeit und nicht der ganze Job? War es der Ort? Meine Arbeitskleidung? Was störte mich tagtäglich an meiner Arbeit, dass ich mich in eine solche Situation manövrierte? Es sind eben diese Dinge, dessen man sich bewusst werden sollte. Ich habe für mich zum Beispiel herausgefunden, dass der Job an sich Spaß macht, dass ich Talent dafür habe. Mir passen allerdings nicht die Bedingungen und zwar der Großteil davon. Die logische Konsequenz: Ich musste mich der Dinge entledigen, die dazu führen, dass ich in meinem Leben unglücklich bin. Ich entledige mich ihnen oder ich ändere sie.

 

HERAUSFORDERUNGEN DES LEBENS

Du siehst also, die Psyche nimmt eine große Rolle in unserem Leben, in unserem Alltag ein. Wir müssen mehr Bewusstsein für das schaffen, was uns umgibt und was bereits in uns ist. Glück und Unglück liegen oft dicht beieinander und es ist das Umfeld und das Mindset, das hier den wichtigen Unterschied machen kann. Das Leben stellt uns immer wieder vor neue Herausforderungen, die wir meistern und an denen wir wachsen sollen. Wenn wir uns mehr auf das Sein konzentrieren und bewusster die Dinge wahrnehmen, dann fällt es uns auch wesentlich leichter unsere Comfort Zone zu verlassen und uns auf die Herausforderungen des Lebens einzulassen. Auch hierfür hat Eckhart Tolle natürlich ein humorvolles Beispiel parat, wie eine Comfort Zone nicht aussehen sollte und wie wir uns in unserem Leben tatsächlich positiv weiterentwickeln können.

Versuche also, wenn du das nächste Mal unglücklich bist, dir die Frage zu stellen, woran es wirklich liegt. Ist es aufgrund der Situation oder aufgrund dessen, weil dein Kopf diese Situation so für dich erschaffen hat. Schaffe dir Bewusstsein darüber und finde den Kern deines Unglücks. Nur so kannst du ihn bekämpfen. Zwei Fragen, die über Glück und Unglück entscheiden können. Sei im Hier und Jetzt und bewege dich stets in deinem Bewusstsein.

Dein PSI Online Team.

2 Comments

  1. Avatar
    Margot

    Danke Eckhart, mit Achtsamkeit im „Jetzt“ leben, das habe ich vor dreißig Jahren begonnen. Das war mein Glück, nach der Auflösung meines Traumas.
    Als kleines Mädchen sagte ich zu meinem Vater, wir beide sind reich. Er sah mich erstaunt an, und ich wusste nicht, was ich sagte.
    Der Tag 22 bei Deepak Chopra, „Wahrer Erfolg“ hat mir Sätze geschenkt, die in meinem Herzen einen Platz gefunden haben.
    Danke!

  2. Avatar
    Margot

    Vor einiger Zeit, war ich mit einer neuen Freundin in einem Cafe´. Sie regte sich über die Fliegen auf den belegten Brötchen auf und beschimpfte die Verkäufern. Sie bekam eine patzige Antwort. Beide waren sehr verärgert, und ich weiß ja inzwischen, zuviel Cortisol im Gehirn, das tut nicht gut. Ich lachte die Verkäuferin an und fragte: „Haben sie schon mal in ein Käse-Brötchen gebissen, auf dem lauter Fliegen sitzen?“
    Da kam Bewegung in ihre Gesichter. Ärger war nicht mehr dabei.

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